Die Suche nach deiner Bestimmung ist Selbstsabotage

3 Wege, um endlich Erfüllung zu finden

Die Tage zwischen den Jahren haben etwas Magisches. Während die Welt den Atem anhält, zwischen dem Abschluss des Alten und dem Versprechen des Neuen, sitzt du vielleicht mit einem Notizbuch da und stellst dir die großen Fragen: Was will ich wirklich? Was ist meine Bestimmung? Wofür bin ich hier? Es ist die Zeit der guten Vorsätze, der Vision Boards und der detaillierten Jahrespläne. Du bist nicht allein – für Millionen Menschen markiert die stade Zeit, diese Schwellenzeit den perfekten Moment für einen Neuanfang. Doch wenn du ehrlich bist: Wie oft hast du dir schon genau diese Fragen gestellt? Und wie oft bist du mit einer klaren Antwort aus dieser Reflexion hervorgegangen?

Für ambitionierte Unternehmer und Führungskräfte fühlt sich die Suche nach einer tieferen Bestimmung oft wie ein endloser Kreislauf an. Ob in deinen wilden Zwanzigern, an einem Wendepunkt in den Vierzigern oder Fünfzigern oder sogar noch vor oder im Ruhestand – du analysierst, planst und grübelst, in der Hoffnung, dass die eine große Antwort plötzlich erscheint. Doch diese Antwort kommt nie. Diese ständige Suche ist keine Tugend, sondern eine raffinierte Form der Selbstsabotage, vergleichbar mit Perfektionismus oder Prokrastination. Du fühlst dich beschäftigt, aber in Wahrheit stehst du still.

Der Grund, warum du deine Bestimmung nicht findest, liegt darin, dass diese Herangehensweise für dich – und für viele andere – einfach nicht funktioniert. Statt nach einer perfekten Landkarte für die Zukunft zu suchen, liegt manchmal der Schlüssel darin, die Art der Suche selbst zu verändern…, die Perspektive zu wechseln. Dieser Artikel stellt drei überraschende, aber wirkungsvolle Perspektivwechsel vor, die auf den Erkenntnissen von Coach Joe Hudson basieren. Sie werden dir helfen, vom endlosen Suchen ins erfüllte Leben überzugehen – selbst wenn du noch nicht weißt, wohin die Reise geht.

1. Raus aus dem Kopf, rein ins Experiment

Der größte Fehler bei der Suche nach der eigenen Bestimmung ist der Glaube, man könne sie durch reines Nachdenken finden. Dieser beliebte intellektuelle Ansatz, bei dem ein mentales Modell nach dem anderen durchgespielt wird, ist eine Falle. Diese Übung im Kopf fühlt sich zwar produktiv an, ist aber die Lieblingsform der Prokrastination für Perfektionisten. Sie führt unweigerlich zu einer Analyse-Paralyse, bei der die Angst vor der falschen Entscheidung jede Handlung blockiert.

Stell dir vor, du müsstest aus zehn fünfjährigen Jungen den zukünftigen Weltmeister im Schwimmen auswählen, ohne sie jemals ins Wasser gelassen zu haben. Es ist unmöglich. Man muss erst sehen, wie sie schwimmen, ob sie Wasser lieben, ob sie den nötigen Antrieb und das entsprechende Durchhaltevermögen haben. Genauso absurd ist es, zu glauben, man könne seine Bestimmung finden, ohne sie in der realen Welt zu erproben. Der Grund, warum gerade High-Achiever in diese Falle tappen, ist, dass sie ihr ganzes Leben lang dafür belohnt wurden, die „richtige Antwort“ zu haben, und für Fehler bestraft wurden. Der Wechsel zum Experimentieren ist daher mehr als eine neue Taktik – es ist ein wesentlicher Akt des Verlernens einer tief verwurzelten, in diesem Fall jedoch limitierenden beruflichen Gewohnheit.

Wenn du so deine Bestimmung suchst, entreißt du sie dem gegenwärtigen Moment. Statt mit deiner realen Welt zu experimentieren, spielst du nur ein Gedankenspiel nach dem anderen durch.

2. Folge der Energie, nicht der Landkarte

Die zweite Veränderung besteht darin, die starre, vorgefasste „große Landkarte“ aufzugeben und stattdessen der Energie zu folgen – dem, was dich im gegenwärtigen Moment wirklich begeistert. Dieser Ansatz wirkt der Komfortzonenfalle und der unbewussten Zielsabotage direkt entgegen, bei der man an einem unbefriedigenden Plan festhält, nur weil er bekannt ist.

Die persönliche Geschichte von Joe Hudson ist hierfür ein perfektes Beispiel. Er erzählt, dass er einen ungeliebten Job im Investmentbanking verließ, um Filmemacher zu werden, nur um nach sieben Jahren festzustellen, dass er auf dieselbe Art von Unzufriedenheit zusteuerte. An diesem Punkt traf er eine radikale Entscheidung: Er hörte auf zu planen und sagte einfach „Ja“ zu den Gelegenheiten, die ihn interessierten – von Metallbearbeitung bis hin zu Videokunst-Installationen. Dieser experimentelle Weg führte ihn zu einem Gespräch, in dem er gebeten wurde, über eine berufliche Rückkehr in die Finanzwelt nachzudenken. Er lehnte zunächst ab, doch als man ihn fragte, was ihn wirklich begeistern würde, formulierte er eine (auch für ihn selbst) überraschende Mission: einen Venture-Capital-Fonds zu gründen, der sich auf den Klimawandel und das Bewusstsein von Kindern konzentriert, um eine Welt mit weniger traumatisierten Menschen zu schaffen. Genau das tat er.

Die Lektion ist tiefgreifend: Deiner Begeisterung zu folgen ist nicht leichtfertig, sondern der direkteste Weg zu deinem größten Beitrag. Deine Bestimmung entwickelt sich, während du dich entwickelst. Das Ziel ist nicht, ein endgültiges Ziel zu finden, sondern dem sich wandelnden Pfad deiner Neugier und Leidenschaft zu folgen.

Was wäre, wenn ich aufhören würde, alles zu planen? Wenn ich einfach Ja sage zu dem, was mich begeistert, und Nein zu dem, was mich langweilt – ohne die geringste Ahnung, wohin es mich führt?
Ein Gedanke in deinem Unterbewusstsein

3. Finden deine Bestimmung im Moment - nicht in der Zukunft

Der dritte und vielleicht wichtigste Wandel ist die Erkenntnis, dass Bestimmung keine ferne Errungenschaft ist, sondern ein Kompass, der dir in jedem einzelnen Moment zur Verfügung steht. Dieser Ansatz entmachtet deine Selbstzweifel, indem er die Bestimmung klein, zugänglich und unmittelbar macht.

Stell dir deine Bestimmung wie einen Pfad im Wald vor, für den du keine Karte hast. Du siehst nicht das gesamte Ziel, sondern nur die nächsten zehn Schritte oder vielleicht bis zur nächsten Biegung. Erst wenn du diese gegangen bist, offenbart sich der weitere Weg. Um den weiteren Verlauf des Pfades zu erkennen, kannst du ein einfaches Experiment durchführen: Frag dich mehrmals am Tag – egal in welcher Situation, ob in einem Meeting, beim Abendessen, im Gespräch – die folgende Frage: „Was verlangt meine Bestimmung gerade jetzt von mir?“ Du wirst feststellen, dass eine Antwort in der Art kommt: „Tiefer zuhören“, „eine bestimmte Sache sagen“ oder „eine bestimmte Handlung auszuführen“.

Der Grund, warum wir unsere Bestimmung zu einer „wirklich großen Sache“ machen, ist, dass wir sie in die ferne Zukunft verlegen. Damit heben wir sie auf ein Podest. Das erhöht sie und erzeugt Angst und Druck. Indem du die Bestimmung mit dieser einfachen Frage ins Hier und Jetzt holst, schrumpfst du sie automatisch auf eine überschaubare, machbare Größe. Der Druck löst sich auf, und deiner Bestimmung zu folgen wird zu einem natürlichen, intuitiven Prozess anstelle einer angsterfüllten Jagd.

Sobald du lernst, deiner Bestimmung im Hier und Jetzt zu folgen, wird der nächste Schritt glasklar. Genau so und nicht anders zeigt sich der Weg.

Fazit

Die Suche nach deiner Bestimmung endet in dem Moment, in dem du aufhörst, nach einer statischen Antwort zu suchen, und stattdessen beginnst, einem dynamischen, experimentellen Pfad zu folgen. Es geht nicht darum, etwas zu finden, sondern darum, etwas zu tun – im Hier und Jetzt, geleitet von Begeisterung und vor allem Neugier!

Das Leben, das du auf diese Weise entdeckst, entsteht nicht aus einem perfekten Plan, sondern aus der Bereitschaft, sich auf das Unbekannte einzulassen. Und es ist fast immer fundamental anders und besser als alles, was dein Verstand sich je hätte ausdenken können. Es ist nicht die Art von „besser“, bei der du bekommst, was du willst. Es ist die Art von „besser“, die dir den Atem raubt und dich denken lässt: „Wow, ich hatte keine Ahnung, dass so etwas überhaupt möglich ist.“

Was würde passieren, wenn du für nur eine Woche aufhörst zu suchen und stattdessen anfängst, im Kleinen den Impulsen zu folgen, die sich dir bieten?

Der Blick zurück – und der Schritt nach vorn

Ich verstehe, dass dieses Vorgehen dem einen oder anderen Angst macht. Aber…

Stell dir vor, du stehst eines Tages am Ende deines Berufslebens und blickst zurück. Nicht mit Bedauern, sondern mit diesem tiefen, warmen Gefühl der Dankbarkeit. Du erinnerst dich an all die Momente, in denen du nicht wusstest, wohin der Weg führt. An die Entscheidungen, die verrückt erschienen. An die Türen, die geschlossenen und die, die du geöffnet hast, ohne zu wissen, was dahinter lag. Und dann erkennst du: Es war nie die eine große Erleuchtung, nicht DER Fingerzeig vom Himmel, der alles verändert hat. Es waren die vielen kleinen Anfälle von Mut. Die Tage, an denen du deiner Neugier gefolgt bist, obwohl dein Verstand aus vollem Halse schrie: „zu riskant“! Oder die Gespräche, die alles veränderten, weil du einfach „Ja“ gesagt hast. Und während du zurückblickst, durchströmt dich dieses Gefühl: „Wow, was für ein wilder, wundervoller Ritt! Was hatte ich doch für ein großes Glück!“ Doch das ist kein Glücksfall. Das ist das Ergebnis davon, dem Leben zu vertrauen – und vor allem dir selbst.

Doch manchmal…, manchmal braucht es mehr als nur guten Willen, um aus dem Kopf rauszukommen und wirklich ins Handeln zu gehen. Genau hier kann Hypnose Coaching der entscheidende Katalysator sein. Denn die tiefsten Blockaden – die Angst vor dem Scheitern, der innere Perfektionist, die unbewusste Sabotage – sitzen nicht im rationalen Verstand, sondern im Unterbewusstsein. Gesprächshypnose löst diese Muster dort, wo sie entstanden sind, und macht den Weg frei für das, was du wirklich willst: Ein Leben voller Energie, Begeisterung und Sinn. Wenn du bereit bist, die Suche zu beenden und den Weg zu beginnen, lass uns reden.

Quelle/Inspiration:

„You can’t find your purpose“ – https://youtu.be/WSTcCbhbG7U